Diabetes mellitus
Wie die Hypercholesterinämie ein Risikofaktor der Arteriosklerose
Der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Stoffwechselstörung, bei der die Blutzuckerwerte dauerhaft zu hoch sind. Diese Stoffwechselstörung kann unterschiedliche Ursachen haben, die sich durch verschiedene Diabetesformen ausdrücken.
Um seine vielfältigen Aufgaben (Hirntätigkeit, Herztätigkeit, Atmung, Bewegung usw.) erfüllen zu können, benötigt der Körper Energie. Diese gewinnt er aus der Nahrung durch das Verbrennen von Nährstoffen. Die wichtigsten und für den Körper am schnellsten verfügbaren Energielieferanten sind Kohlenhydrate. Damit die Glukose im Blutkreislauf den Körpergeweben zur Verfügung steht, muss eine Voraussetzung erfüllt sein: Die meisten Zellen nehmen Glukose nur in Anwesenheit von Insulin auf. Das Hormon ist dafür verantwortlich, dass der Zucker aus dem Blut in die Zellen transportiert und dort für die Energiegewinnung nutzbar wird.
Beim Diabetes mellitus werden grundsätzlich zwei Formen unterschieden: Der Typ 1 und der Typ 2 Diabetes. Der Typ 1 Diabetes (etwa 3-5% aller Diabetesfälle) entwickelt sich aufgrund einer Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen.
Der Typ 2 Diabetes ist mit über 90% aller Fälle die mit Abstand häufigste Diabetesform. Im Gegensatz um Typ 1 Diabetes liegen dem Blutzuckeranstieg hier andere Ursachen zugrunde: Zum einen besteht beim Typ 2 Diabetes in der Regel eine Insulinresistenz, bei der die Körperzellen zunehmend weniger auf das Hormon Insulin reagieren. Zum anderen werden Störungen bei der Insulinausschüttung aus den Betazellen der Bauchspeicheldrüse beobachtet: Nach einer Mahlzeit, wenn die Blutzuckerspiegel in die Höhe steigen und das Insulin eigentlich schnell und in hohen Mengen gebraucht würde, geben die Betazellen das Insulin zu langsam ab. In medizinischen Fachkreisen spricht man von einer Betazelldysfunktion. Beide Störungen – Insulinresistenz und Betazelldysfunktion – führen dazu, dass das Hormon Insulin seine Aufgaben im Körper nicht mehr richtig erfüllen kann.
Die Folgen und Komplikationen bei einem Diabetes sind abhängig von der Dauer und dem Ausmaß der Blutzuckerhöhung sowie von bestehenden Begleiterkrankungen. Bewiesen ist, dass eine gute Stoffwechseleinstellung (hierzu gehören speziell der Blutzucker, die Insulinempfindlichkeit der Zellen und die Fette), gemeinsam mit einer guten Blutdruckeinstellung, Folgeerkrankungen verhindern oder zumindest hinauszögern können.
Für alle Diabetesformen gilt: Je früher ein Diabetes festgestellt wird und je besser der Stoffwechsel eingestellt ist, desto seltener und weniger gravierend sind Folgeschäden!


